Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft

Vewaltungsrat

1. Vorsitzender Manfred Tüx

2. Vorsitzender Egon Fochs, Tel. 06583 - 993898

Pfarrgemeinderat

1. Vorsitzende Annette Philippi, Tel. 06583 - 1591

Delegierte in den Verwaltungsrat

Egon Weber, Tel. 06583 - 810

Delegierte in den Pfarreienrat

Annette Philippi, Tel. 06583 - 1591

Renate Smaczny, Tel. 06583 - 993250

Pfarrei Wincheringen St. Peter

Die Pfarrkirche St. Peter in Wincheringen

Die Pfarrkirche St. Peter Wincheringen ist eine turmlose neugotische Basilika und gehört zu den wenigen Basiliken dieser Epoche im Trierer Land. Durch ihren Standort bedingt –den Burgbungert – ist sie nordöstlich ausgerichtet. Man erreicht sie über einen von Kastanien abgeschirmten Vorplatz, an dessen östlicher Seite sich eine Mariengrotte und eine kreuzgratgewölbte neugotische Wegekapelle befindet. Die Pfarrkirche selbst ist ein großvolumiges, klar geschnittenes Gebäude, welches 1883/84 nach Plänen des Trierer Architekten Reinhold Wirtz als steinsichtiger Kalksteinbau mit Sandsteingliederungen erbaut wurde. Wirtz ließ die Kirche gemäß seinen Entwürfen als dreischiffige kreuzrippengewölbte Basilika zu sechs Jochen, mit vorgezogener Eingangshalle und in drei Seiten schließendem Chor errichten.

Das dreischiffige Innere der Kirche ist über wuchtigen Rundpfeilern kreuzrippengewölbt. 1935 wurde die Empore um ein Joch über die tonnengewölbte Vorhalle in das Hauptschiff hineingezogen.

Innenansicht der Kirche Wincheringen

Am 6.10.1944 wurden große Teile Wincheringens bei einem Fliegerangriff in Schutt und Asche gelegt. Am 7.10.1944 fiel die Pfarrkirche einem Großbrand zum Opfer. Das Gewölbe wurde erheblich beschädigt und stürzte schließlich im Sommer 1945 über dem Chorraum ein, wobei der Hochaltar mit seinem gotischen Aufbau (Schnitzwerk aus Holz) und die Kommunionbank zerschlagen wurden. Auch die übrigen Gewölbe des Mittelschiffs stürzten nach und nach bis zum Herbst 1946 ein. Die Orgel wurde zerstört.

Da die Wincheringer Bürger selbst in großer Not lebten, nachdem sie im April 1945 aus der 2. Evakuierung zurückgekehrt waren und ihre eigenen Häuser zerstört und geplündert (und die Weinberge verwüstet) vorgefunden hatten, konnte mit dem Wiederaufbau der Kirche zunächst nicht begonnen werden. Stattdessen wurde zunächst eine Notkirche im Saale Walter (heute Warsberger Hof) eingerichtet. Dieses Provisorium dauerte zwei Jahre. Während dieser Zeit wurden unter Koordination des neu eingeführten Pfarrers Anton Nickenich die Trümmer beseitigt und der Wiederaufbau unter schwierigsten Bedingungen in Angriff genommen, so dass die Kirche ab dem 25.05.1947 (Pfingstmontag) wieder zur Feier der Liturgie genutzt werden konnte.

Als eine Folge der Kriegseinwirkungen ist auch die Tatsache (oder das Kuriosum, wie viele Besucher meinen) zu betrachten, dass die Glocken der Pfarrkirche St. Peter Wincheringen bis heute im alten Wehrturm (Warsbergturm) aufgehängt sind und nicht in der Kirche.

Trotz der erheblichen Brandschäden blieben auch im Zuge des Wiederaufbaus (bis zum Jahre 1950) bedeutende Teile der einheitlichen Ausstattung erhalten, hier vor allem: Kanzel, Gestühl, Beichtstühle, der Kachelfußboden sowie die buntglasierten Wandfliesen im Chorraum. Im Jahre 1987 konnte eine große grundlegende Renovierung vorgenommen werden, nachdem die 1982 begonnenen Vorarbeiten abgeschlossen waren. Bei dieser Renovierung des Innenraums wurden die Deckenmalereien in den Seitenschiffen aus dem Jahre 1892 von Kunstmaler Sternberg aus Trier freigelegt und restauriert. Die vorgefundenen Blumenmuster wurden als Vorlage für die Malereien in Mittelschiff und Altarraum verwendet.

Erwähnenswert sind auch die Kreuzwegbilder in Nazarenermanier aus dem Jahre 1873 von Maler Steffgens (Trier) und der 1884 angeschaffte Taufstein aus hellem Sandstein, um dessen Rundschaft sich in Form eines Reliefs die Schlange mit dem Apfel windet. Schaft und Kufe sind mit groteskem Blattwerk geschmückt.

Der stilentsprechende neugotische Hochaltar (aus dem Jahre 1825) mit dem kreuztragenden Christus wurde 1988 aus St. Matthias in Trier übernommen. An den beiden Seitenaltären befinden sich zwei große Wandbilder, welche Jesus am Ölberg sowie die Heilige Familie darstellen. Sie wurden Ende des vorletzten Jahrhunderts gestiftet und 1992 restauriert. Mittelpunkt der Kirche ist der Zelebrationsaltar aus Eifeler Sandstein. Er wurde von der Frauengemeinschaft gestiftet, im Jahre 1989 fertiggestellt und am 29.6.1990 durch den Abt Ansgar Schmidt von St. Mathias in Trier geweiht.

Für den Besucher der Pfarrkirche St. Peter Wincheringen sind auch folgende in jüngerer Vergangenheit angeschafften Ausstattungsgegenstände der Betrachtung wert: Die Ewig-Licht-Ampel (franz. Gotik, 16./17. Jh.), der Kronleuchter, das 1953 gestiftete Cäcilienfenster, die große Orgel aus dem Jahre 1960, im rechten Seitenschiff die Erinnerungstafel für den 1707 von französischen Revolutionssoldaten verschleppten Pfarrer Wagner sowie im linken Seitenschiff die 1997 als Geschenk zum Priesterjubiläum angeschaffte Pieta.